Mal wieder gelesen: J. Agnolis Beitrag zur Staatstheorie (“Der Staat des Kapitals”). Agnoli wartete mitte der 1960er Jahre mit einer fulminanten, bis heute ergiebigen Kritik der demokratischen Institutionen („Transformation der Demokratie“) auf. Dem ließ er etwa 10 Jahre später eine Kritik der Staatsauffassungen sowohl der Bürgerlichen als auch der Stamokapler folgen. Im “Staat des Kapitals” lotete er auch die Möglichkeiten eines linken und (vermeintlich) radikalen Reformismus aus und lieferte einen selbst heute noch über weite Strecken überzeugenden Beitrag zur staatstheoretischen Debatte. Zwar finden aus heutiger Sicht der Weltmarkt und die globalen Finanzmärkte zu wenig Berücksichtigung in Agnolis Argumentation. Aber auf keinen Fall macht Agnoli sich (und seinen Leser_innen) Illusionen, was die emanzipatorischen Potentiale von Verstaatlichung angeht:
Das besagt sicherlich nichts über mögliche, taktisch-strategische Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit partieller Verstaatlichungsmaßnahmen, etwa im kommunalen Bereich. Aber die politische Illusion und die strategische Globalhoffnung müssen ausgeräumt werden, Verstaatlichung im Kapitalismus (wahrscheinlich “Verstaatlichung” überhaupt) ändere fundamental die Produktionsweise und damit auch die Klassenlage der Arbeiter einerseits, den Waren- und Tauschwertcharakter der produzierten Güter andererseits. Statt dessen stellt sich eher eine bedenkliche Seite ein, die mit dem politisch-ideologischen, allgemeinen Charakter des Staats zusammenhängt und die zur Vortäuschung einer der Allgemeinheit verpflichteten Eigenschaft des Betriebs führen kann und die Möglichkeit einer einheitlichen Kampffront bei Lohn- und gesellschaftspolitischen Konflikten beschneidet.
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Seit Anfang April bloggen hier mehrere neue Leute – die einen mit thematischem Schwerpunkt, die anderen ohne. Niels Spilker wird sich dem Themenfeld Bildung widmen, Jana Flemming beobachtet die Felder sozial-ökologischer Umbau und gesellschaftliches Naturverhältniss, Lea Steinert schaut mit feministischem Blick auf die Themenfelder des Blogs und sucht nach queeren Kulturen und Praxen. Die gemeinsame Grundausrichtung wird die Reflexion und Kritik von Privatisierung und Privateigentum bleiben. Wir wollen auch in Zukunft bloggen für die Demokratisierung der Produktion, die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und all die kleinen Zwischenschritte und Versuche auf dem Weg dort hin. Henrik Lebuhn wird einen Schwerpunkt auf Stadtentwicklungsthemen und Gentrifizierungskritik legen, aber auch immer wieder einmal (in guter alter Linkslog-Tradition) ganz andere Themenfelder bearbeiten. Noa Hecker wird die Privatisierungs- und Privateigentumskritik vor allem aus der Subjektperspektive des Präkariats betreiben. Schließlich wird Arndt Beck, Autor und Fotograf, die Textarbeit im Blog um seine eigene, um Texte und Zitate erweiterte, Bildarbeit ergänzen. Thematisch kümmert er sich um die Monument gewordene Geschichte, denn die Welt gehört auch denen, die Denkmäler darauf abzustellen vermögen.
Solidarische Ökonomien zeichnen sich durch Selbstverwaltung (ohne Top-Down-Management), gleichberechtigte Kooperation (ohne autoritäre Hierarchien) und Bedarfsorientierung (im Gegensatz zu Profitorientierung) aus. Sie tragen im Idealfall zum Lebensunterhalt der Beteiligten bei. Solidarische Ökonomien umfassen selbstverwaltete Unternehmen, Non-Profit-Unternehmen, Umsonstökonomien und Verbände oder Initiativen, die solche Ansätze unterstützen. Social Entrepreneurship und Soziale Ökonomie stehen zwischen Solidarischen Ökonomien im engeren Sinn und der konventionellen Ökonomie. Mehr lesen

Warum erreichen soziale Bewegungen ihre Ziele manchmal und warum manchmal nicht? Wann erreichen sie mit welchen Mitteln welche Ziele? Wie können soziale Bewegungen im Kapitalismus über Anpassungen und Regulation hinaus ernsthafte systemische Veränderungen bewirken? Und inwiefern lassen sich auf der Basis bewegungsgeschichtlicher Beispiele systematische Aussagen zu diesen und weiteren Fragen treffen? Darum geht es in dem 1977 in den USA und erst 1986 in deutscher Sprache erschienenen Buch der beiden Soziologen Richard Cloward und Frances Fox Piven “Aufstand der Armen” (engl.: Poor People’s Movements).
Das Buch erschien damals bei Suhrkamp mit einem ausführlichen Vorwort von Stephan Leibfried und Wolf-Dieter Narr mit dem Titel “Sozialer Protest und politische Form. Ein Plädoyer für Unruhe, Unordnung und Protest”. Es ist derzeit so vergriffen, dass es nicht einmal in den Internet-Antiquariaten erhältlich ist. Und Suhrkamp hat offensichtlich anderes zu tun als Bewegungs-Empowerment-Literatur neu aufzulegen. Daher gibt’s das Buch jetzt hier bis auf weiteres als Volltext zum Download.
Wer erstmal eine interessante Buchbesprechung lesen will, der oder die sei auf die Besprechung von Christian Frings im Labournet verwiesen, die beinahe Einführungscharakter hat.
Im der Monatzeitung “analyse&kritik” konnte man vor einiger Zeit nachlesen, wie das scheinbar alte Buch sehr anregend sein kann auch für ganz aktuelle bewegungsstrategische Debattenbeiträge. Olaf Bernau von NoLager Bremen empfiehlt im ak Nr. 541 vom 21.8.2009 “Runter vom Beobachtungsturm” und bedient sich zur Untermauerung seiner Thesen sehr ausführlich bei Piven und Cloward. Er kommt zu dem Ergebnis, so der Untertitel: “Die bewegungsorientierte Linke ist auf etwaige Krisenproteste unverändert schlecht vorbereitet”.
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Das Netzwerk ppg (privatization, public goods) fragt aus linker Sicht nach den Wirkungen von Privatisierungspolitik auf die (Um-) Verteilung von Ressourcen in der Gesellschaft, auf die (Um-) Verteilung politischer „Güter“ (Herrschaftseffekte, Demokratie und Teilhabe, Zugangsmöglichkeiten) und auf die Dimension der politisch-sozialen Konflikte. Es geht ihm um den Zusammenhang von Eigentum, Herrschaft und Gleichheit.
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Commons sind Gemeingüter und -dienste. Sie sind im Besitz einer Gemeinschaft von Nutzer_innen, die sie aufbauen und gegen Über- oder Unternutzung etwa durch Privatisierung oder Machtmissbrauch schützen. Commons beziehnen sich immer auf Ressourcen, auf die mehrere oder alle Menschen einer community gleiche Ansprüche haben. Beispiele sind digital commons (z.B. freie Software, Wissen) und natural commons (z.B. Land, Wasser). Auch gemeinschaftlich verwaltete Produktionsmittel Solidarischer Ökonomien gehören dazu. Mehr lesen
Franziska Frielinghaus | 23. Januar 2012 | Filed under: Arbeitsbedingungen • Armut • Allgemein • Arbeit/Prekariat • Reichtumsverteilung | Hinterlasse einen Kommentar
Arbeitgeber_innen sparen bei Anstellungen auf Minijob-Basis auf zweierlei Wegen. Zum einen verlangt der Staat nur 30% Sozialabgaben statt den 40% in regulären Beschäftigungsverhältnissen. Zum anderen sind die Stundenlöhne durchschnittlich um zwei Euro niedriger im Westen und vier Euro im Osten. Weiterlesen
Markus Euskirchen | | Filed under: Apple • Arbeit • Arbeitsbedingungen • Computer • Redwashing • Arbeit/Prekariat • Reichtumsverteilung | Hinterlasse einen Kommentar
Vor einigen Tagen hat Markus Euskirchen hier einen Beitrag über die mieserablen Arbeitsbedingungen in der Apple-Produktion gepostet (siehe: Apple goes Redwashing). In der New York Times findet sich heute ein mehrseitiger Artikel dazu: How the U.S. Lost Out on iPhone Work Read more
Markus Euskirchen | 22. Januar 2012 | Filed under: Gefängnis • Gesundheit • Gewaltmonopol • Psychiatrie • Sicherheit • Privatisierung (allg.) | Hinterlasse einen Kommentar
- Art. 33 Abs. 4 GG gilt auch für die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben in privatrechtlicher Organisationsform.
- Abweichungen vom Grundsatz des Funktionsvorbehalts bedürfen der Rechtfertigung durch einen spezifischen, dem Sinn der Ausnahmemöglichkeit entsprechenden Ausnahmegrund.
- Die Übertragung von Aufgaben des Maßregelvollzuges auf formell privatisierte Träger kann mit Art. 33 Abs. 4 GG sowie mit dem Demokratieprinzip und den Grundrechten der Untergebrachten vereinbar sein.
Leitsätze des Bundesverfassungsgerichtsurteils zur Privatisierung der hessischen forensischen Psychiatrie (d.h. Maßregelvollzugs). Read more
Franziska Frielinghaus | 21. Januar 2012 | Filed under: Eigentum • Kommunen • Natur • Privatisierung • Privatisierungsfolgen • Seen • Öffentlicher Raum • Presse • Privatisierung (allg.) | Hinterlasse einen Kommentar
Kurz nach 1989 bekam die BRD das Gebiet der DDR quasi geschenkt bzw. hat es sich zum Geschenk gemacht. Wichtig festzuhalten: Bei Geschenken ist kein Geld und kein Tausch im Spiel. Das Land Brandenburg möchte bzw. muss nun 140 der damals verschenkten Seen vom Bund zurückkaufen. Der Gedanke dahinter ist zunächst einmal gut: Es ist besser das Land kauft die Wasserflächen als Privatinvestor_innen. Weiterlesen
Jana Flemming | | Filed under: Klimabewegung • Klimaskeptiker • Klimawandel • USA • Akteure • Praktische Kämpfe | Hinterlasse einen Kommentar
Der Klimawandel war in den USA durchaus mal angesagt. Celebreties cruisen in Hybridautos herum, auf dem Beifahrersitz die Öko-Ausgabe der Vanity Fair. Diese Zeiten sind vorbei, so der Befund der Aktivistin und Autorin Naomi Klein. Auch auf politischer Ebene befinden sich die us-amerikanischen Demokraten zu der Problematik im Leerlauf. Das öffnet den Raum für klimaskeptische Republikaner, um noch einmal richtig durchzustarten: Die Klimabewegung als “ein grünes trojanisches Pferd, dessen Bauch gefüllt ist mit roter marxistischer Doktrin”. So die Befürchtung des Teilnehmers einer Konferenz zu Klimawandel des Heartland Instituts, eine Konferenz, die bekannt ist für die Zusammenkunft zahlreicher Klimaskeptiker. Read more
Arndt Beck | 20. Januar 2012 | Filed under: Geschichtspolitik • Prague Declaration • Wannsee Declaration • Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar
Wer noch immer meint, Joachim Gauck wäre der bessere Bundespräsident gewesen oder ist es wohlmöglich auch in Zukunft, dem sei die Prager Erklärung (zu deren Erstunterzeichnern Gauck gehört) ans Herz gelegt, die der Relativierung des Holocaust (vor allem in Osteuropa) Tür und Tor öffnet. Seit heute gibt es dazu ein Gegenstück: die Wannsee Declaration. Und die beste Alternative zu Wulff ist noch immer: kein Bundespräsident. Siehe: Presse zur Wannsee Declaration
Arndt Beck | 19. Januar 2012 | Filed under: Copyright • SOPA • Urheberrecht • Bildung/Wissen • Öffentliche Güter (allg.) • Praktische Kämpfe | Hinterlasse einen Kommentar

(Bildquelle siehe hier)
SOPA würde aber nicht nur die großen, kommerziellen Seiten gefährden, sondern auch jede kleine, persönliche Profilseite in sozialen Netzwerken. Es wäre das Ende des Mitmachnetzes. Der große Blackout, die heutige Go-Dark-Aktion, ist ein wunderbarer PR-Coup. Eine öffentlichkeitswirksame Protestbewegung, die den Augenmerk auf eine Diskussion lenkt, die längst mehr ist, als eine Debatte um Urheberrecht. Eine Debatte, die immer noch viel zu wenig geführt wird, obwohl sie einen Ort betrifft, den wir tagtäglich betreten.
Hinter der Diskussion um die Anti-Piracy-Acts stecken grundsätzliche Fragen über das Internet: Wem gehört das Netz? Was ist kommerziell? Was ist privat?
Ein Teil der Netzgemeinde hat für sich schon eine Antwort gefunden: “Nichts im Netz ist Recht, sondern alles ist Privileg”, sagt er und meint: keine Barrieren, keine Grenzen, kein Eigentum. Es ist eine Antwort über die man endlich streiten muss und die man nicht nur Hollywood und Silicon Valley überlassen darf.
Ein Kommentar im Deutschlandfunk zum Nachhören oder Nachlesen
Arndt Beck | 18. Januar 2012 | Filed under: CCzero • Urheberrecht • Bildung/Wissen • Datensammlungen | Hinterlasse einen Kommentar
(Bildquelle siehe hier)
Neues von der CCzero-Front: einen “kräftigen Schub für Open Data und freies Wissen” nennt Creative Commons Deutschland die Entscheidung der Bayerischen Staatsbibliothek, des Bibliotheksverbund Bayern und des Kooperativen Bibliotheksverbunds Berlin-Brandenburg Beschreibungen zu über 23 Millionen Medien zur freien Verfügung zu stellen.
Laut Presseerklärung können die Datensätze “automatisiert verarbeitet und interpretiert werden”. Mir fehlt ein wenig die Vorstellungskraft, was man damit anfangen kann, aber vielleicht hilft mir ja jemand auf die Sprünge. Hier jedenfalls geht`s zu den Datensätzen.
Markus Euskirchen | 16. Januar 2012 | Filed under: Apple • Arbeit • Computer • Greenwashing • Redwashing • Arbeit/Prekariat | Hinterlasse einen Kommentar
Diverse Kampagnen für “saubere” Elektronik (z.B. Greenpeace) bewegen die großen Markenkonzerne, sich über ihre Ökobilanz Gedanken zu machen (z.B. “The story behind Apple’s environmental footprint”). “Greenwashing” lautete schnell der Vorwurf: Die ökologische Produktion sei nur vorgespiegelt in Hochglanzbroschüren und basiere auf schräg interpretierten Daten. Aber die Marken bleiben empfindlich, Imagebeschmutzung ist das schärfste Schwert der auf die Einflussmöglichkeiten konsumentensouveränen Handels orientierten bürgerlichen Konsumkritik. Die Empfindlichkeit verhält sich dabei proportional zum “Wert” der Marke im Bewußtsein der (potentiellen) Kunden. Da ist Apple eindeutig spitze. Dabei bisher nebensächlich: Die Grenzen zwischen der Kritik der menschlichen Naturverhältnisse im weitesten Sinne und den Kämpfen um menschlichere Arbeitsverhältnisse sind fließend. In jeder Ökokritik schwingt soziale Kritik mit. Das hat jetzt offensichtlich auch die imagebeschmutzungsempfindliche Marke Apple erkannt und eröffnet ein neues Kapitel der Politurarbeit am eigenen Image: “Supplier Responsibility at Apple”. Weiterlesen
Franziska Frielinghaus | | Filed under: Armut • Gewerkschaften • Kämpfe • ver.di • Arbeit/Prekariat | Hinterlasse einen Kommentar
Die Regierung der BRD feiert einen scheinheiligen Erfolg bezüglich der niedrigsten Arbeitslosenquote seit 20 Jahren. Was hier gefeiert und verschwiegen wird, sind Minijobs, Leiharbeit, Teilzeitarbeit und unerhört niedrige Stundenlöhne. Weiterlesen
Franziska Frielinghaus | 14. Januar 2012 | Filed under: Armut • Black Power • Film • soziale Bewegungen • USA • Bildung/Wissen • Geschichte • Praktische Kämpfe • Reichtumsverteilung | Hinterlasse einen Kommentar
Dieses Lied, das eine Kindergruppe im Rahmen selbstorganisierter Bildungsseminare der Black Panther Party singt, ist in dem Dokumentationsfilm The Black Power Mixtape zu hören. In guten 1,5 Stunden wird Filmmaterial des schwedischen Fernsehens zur Black Power Bewegung von 1967 bis 1975 in den USA gezeigt. Dabei entsteht das differenzierte Bild einer Bewegung, die nicht nur Bürgerrechtsbewegung sondern auch soziale Bewegung war und die USA zumindest vorübergehend mit einem sozial-revolutionären Begehren erschütterte. Weiterlesen
Henrik Lebuhn | 8. Januar 2012 | Filed under: Bildung • Finanzen • Privatisierungsfolgen • Bildung/Wissen • Finanzen • Privatisierung (allg.) • Reichtumsverteilung | Hinterlasse einen Kommentar
Irgendwann im Jahr 2010 wurde in den USA der gigantische Schuldenberg, der mit privaten Kreditkarten angehäuft wird, noch von einem weiteren Schuldenscherbenhaufen übertroffen — von den sogenannten ‘student loans’, also den ‘Studienkrediten’ zur Finanzierung von Studiengebühren und Lebenshaltungskosten während des Studiums. Im Laufe des Jahres 2012 dürften die ‘student loans’ in den USA die magische Grenze von einer Billion (sic!) Dollar erreichen, so Jenna Johnson in der Washington Post. Auf Finaid.org kann man sie sogar ticken sehen: die ‘Student Loan Debt Clock‘. Und nicht vergessen: Anders als das ‘gute alte Bafoeg’, sind die meisten Studienkredite in den USA verzinste Kredite, die von privaten Geldinstituten vergeben werden. In den USA zahlt sich das Studieren also richtig aus — zumindest für die Banken.
Arndt Beck | 5. Januar 2012 | Filed under: Büro Kölpin • Geheimdienst • Münster • Akteure • Datensammlungen • Geschichte • Sicherheit | Hinterlasse einen Kommentar
Tausende von Syndikalisten laufen herrenlos herum.
(aus einem streng vertraulichen Spitzelbericht vom 19. April 1920)
In Zeiten des vielleicht größten Geheimdienstskandals der Bundesrepublik lohnt auch ein Blick in die Geschichte. Denn überraschenderweise weiß das weltweite Gewebe bisher fast nichts über einen illegalen staatlich-militärischen Spitzeldienst, der vor allem nach der Novemberrevolution bis Ende 1922 im westfälischen Münster sein Unwesen trieb: das Büro Kölpin.
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Franziska Frielinghaus | 3. Januar 2012 | Filed under: Berlin • Gentrifizierung • Grundeigentum • Reichland • Arbeit/Prekariat | Hinterlasse einen Kommentar
Arbeitskampf um Mindestlohn, bezahlte Mehrarbeit, Lohnauszahlung und geregelte Arbeitszeiten sind nur einige Aspekte,
die sich hinter günstigen Hostels, Partymeilen oder gediegenem Hotelflair verbergen. Wer im Tourismusbereich arbeitet, sieht sich einem bunten Blumenstrauß kapitalistischer Arbeitsbedingungen gegenüber. Sebastian Riesner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erläutert die enorme Verschlechterung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sowie die Forderungen im anstehenden Arbeitskampf. Berlin verändert sich also nicht nur zum Guten, sei es durch miese Arbeitsbedigungen im Tourismusgewerbe oder die Verdrängung durch unbezahlbaren Wohnraum. Das findet auch Aljazeera.
Henrik Lebuhn | | Filed under: Kämpfe • Kultur • Bonmots/Kurioses • Geschichte • Kultur • Praktische Kämpfe | 1 Comment
Zum Jahreswechsel ist mir die skurrilste Liste an guten Vorsätzen für’s neue Jahr unter gekommen, die ich seit langem gesehen habe. Mit dabei…
Sich rasieren (guter Vorsatz Nr. 4)
Viel Radio hören (guter Vorsatz Nr. 14)
Nicht einsam werden (guter Vorsatz Nr. 17)
Den Faschismus schlagen (guter Vorsatz Nr. 27)
Aufwachen und kämpfen (guter Vorsatz Nr. 33)

Wer errät, von wem die Liste stammt?!? Read more
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